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„Sechswochenamt“: Film über Trauer und Bürokratie startet

Der Film „Sechswochenamt“ von Regisseurin Jacqueline Jansen erzählt von einer jungen Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter mit Bürokratie und familiären Erwartungen kämpft. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, startet der preisgekrönte Film diese Woche in den Kinos.

„Sechswochenamt“: Film über Trauer und Bürokratie startet
Bild: sueddeutsche.de

Regisseurin Jacqueline Jansen hat mit „Sechswochenamt“ einen Film gedreht, der die Zeit nach dem Tod einer Mutter dokumentarisch einfängt. Die Hauptfigur Lore, gespielt von Magdalena Laubisch, steht nach dem Tod ihrer krebskranken Mutter allein da und muss sich um Beerdigung, Wohnungsauflösung und Formalitäten kümmern. Besonders schwierig wird es, als sie den letzten Wunsch der Mutter erfüllen will: die Asche im Meer zu verstreuen, was in Deutschland verboten ist.

Der Film entstand ohne öffentliche Förderung und hat auf Festivals bereits mehrere Preise gewonnen. Jansen verarbeitet darin eigene Erfahrungen nach dem Tod ihrer Mutter. Die Regisseurin trotzte zahlreichen Absagen und realisierte das Projekt mit einem Mini-Budget.

Lore sieht sich nicht nur mit der Bestattungsbürokratie konfrontiert, sondern auch mit ihrer Familie in der niederrheinischen Provinz. Die Großmutter pocht auf Konventionen, der Onkel ist genervt von der „Extravaganz“ seiner Schwester, und von Lores Schwester Sophie ist keine Hilfe zu erwarten. Magdalena Laubisch spielt die innerlich aufgewühlte, aber äußerlich gefasste Lore überzeugend – mit Blicken und kleinen Gesten zeigt sie die Überforderung und Einsamkeit in der Trauer.

Das Sechswochenamt, eine katholische Messe sechs Wochen nach dem Tod, markiert im Film das Ende der ersten Trauerphase. Der Film startet diese Woche in den deutschen Kinos.

Quelle: www.sueddeutsche.de