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Geheimtreffen deutscher und russischer Ex-Funktionäre in Baku bestätigt

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat bestätigt, dass vom 12. bis 14. Juli ehemalige deutsche und russische Regierungsvertreter in Baku zu geheimen Gesprächen über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zusammengekommen sind. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, seine Regierung sei weder beteiligt gewesen noch informiert.

Geheimtreffen deutscher und russischer Ex-Funktionäre in Baku bestätigt
Bild: static.kyivpost.com

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat bestätigt, dass vom 12. bis 14. Juli ehemalige deutsche und russische Regierungsvertreter in Baku zu geheimen Gesprächen über Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zusammengekommen sind. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, seine Regierung sei weder beteiligt gewesen noch informiert.

Aliyev sagte am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin, die aserbaidschanischen Behörden hätten erst durch die Auswertung von Flugdaten von dem Treffen erfahren. „Unser Territorium wurde für ein solches Treffen ohne unser Wissen genutzt“, zitierte Bloomberg den Präsidenten. Er könne keine Details nennen, da man nicht anwesend gewesen sei, aber die Flugdaten belegten die Zusammenkunft.

Medienberichten zufolge gehörten zur deutschen Seite Ronald Pofalla, früherer Kanzleramtschef unter Angela Merkel, und Matthias Platzeck, ehemaliger Ministerpräsident Brandenburgs. Auf russischer Seite sollen Waleri Fadejew, Vorsitzender des Menschenrechtsrats unter Präsident Wladimir Putin, und Wiktor Subkow, Ex-Premierminister und heutiger Aufsichtsratschef des Gazprom, teilgenommen haben.

Aliyev betonte, falls das Treffen dazu beigetragen habe, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, könne man das nur begrüßen. Merz hingegen distanzierte sich deutlich: „Ich habe keine Kenntnis von einem solchen Treffen“, sagte der Kanzler auf Nachfrage. Weder Berlin noch Moskau haben die Teilnehmer oder den Zweck des Treffens offiziell bestätigt.

Quelle: www.kyivpost.com