Sa., 06 Juni 2026 Berlin 21:34 DE / UKR / EN

Streit um Transgender-Inklusion stoppt Frauenmuseum in Washington

Das geplante American Women’s History Museum in Washington wird vorerst nicht gebaut. Wie die FAZ berichtet, entzogen die Demokraten dem Projekt die Zustimmung, nachdem Republikaner die Geschichte von Transgender-Frauen ausschließen wollten.

Streit um Transgender-Inklusion stoppt Frauenmuseum in Washington
Bild: media0.faz.net

Das von der Smithsonian Institution geplante American Women’s History Museum an der National Mall in Washington wird vorerst nicht realisiert. Die Demokraten im Abgeordnetenhaus entzogen dem 2020 überparteilich beschlossenen Projekt diese Woche ihre Unterstützung. Eine Abstimmung über den Standort scheiterte mit 204 zu 216 Stimmen – auch einige Republikaner stimmten dagegen.

Hintergrund des Zerwürfnisses ist der Versuch der Republikaner, die Aufgaben des Museums auf „biologische Frauen“ zu begrenzen und Transgender-Frauen auszuschließen. Dies wollten sie per Zusatz zur Abstimmung festschreiben. Die Demokraten lehnten dies ab und zogen ihre Zustimmung zurück.

Zudem fordern von Präsident Trump erlassene Direktiven zur Geschichtsschreibung, dass die Smithsonian Institution und andere Museen die amerikanische Geschichte „patriotischer“ und erbaulicher darstellen. Kritiker befürchten, dass das Museum für Frauengeschichte differenzierte Perspektiven – etwa die Rolle weißer Frauen als Sklavenhalterinnen oder ihr aktives Behindern des Wahlrechts für Männer – zugunsten rein positiver Erzählungen vernachlässigen könnte.

Das Museum verfügt weiterhin über ein Budget, Angestellte und ein virtuelles Programm, aber kein physisches Gebäude. First Lady Trump stiftete dem Smithsonian National Museum of American History ihr Vereidigungs-Ballkleid.

Quelle: www.faz.net