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CSU lädt zu Gespräch über Zukunft der Nazarethkirche ein

Die CSU in Bogenhausen hat zu einem Bürgergespräch über die Zukunft der evangelischen Nazarethkirche eingeladen, nachdem die Kirche einen Verkauf oder eine Verpachtung an die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde erwägt. Der Pfarrer der Gemeinde wirft der CSU einen „subtil fremdenfeindlichen Unterton“ vor.

CSU lädt zu Gespräch über Zukunft der Nazarethkirche ein
Bild: sueddeutsche.de

Die CSU in Bogenhausen hat zu einem Bürgergespräch über die Zukunft der evangelischen Nazarethkirche eingeladen, nachdem die Kirche einen Verkauf oder eine Verpachtung an die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde erwägt. Der Pfarrer der Gemeinde wirft der CSU einen „subtil fremdenfeindlichen Unterton“ vor.

Die CSU in Bogenhausen hat per Hauswurfsendung zu einem Gesprächsabend über die Zukunft der Nazarethkirche eingeladen. Hintergrund sind Überlegungen der evangelischen Kirche, das denkmalgeschützte Gebäude an der Barbarossastraße zu verkaufen oder zu verpachten – bevorzugt an die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde mit rund 3500 Mitgliedern in Bayern.

Pfarrer Markus Rhinow, der der evangelischen Gemeinde Immanuel-Nazareth vorsteht, sieht in der Debatte einen „subtilen fremdenfeindlichen Unterton“. Er verweist darauf, dass die Kirche bereits seit Jahren von der evangelisch-koreanischen Gemeinde genutzt werde, ohne dass es Beschwerden gegeben habe. Stadtdekan Bernhard Liess zeigte sich überrascht von der CSU-Initiative, da die Kirche selbst eine Informationsveranstaltung plane, sobald die Verträge mit der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde geklärt seien.

Die CSU hingegen argumentiert, die Nachbarschaft müsse vor Vertragsabschluss informiert werden. Stadtrat Jens Luther und Robert Brannekämper laden daher zu einem vertraulichen Austausch, zu dem Medien und Vertreter der Kirche nicht zugelassen sind. Die CSU will die Anliegen der Anwohner sammeln und juristisch prüfen lassen.

Quelle: www.sueddeutsche.de