Wie der Spiegel berichtet, hat die Jury des Berliner Theatertreffens die Frauenquote für Regisseurinnen gestrichen. Die Entscheidung wird von Kritikern als falsch und reaktionär verurteilt. Die Begründung der Jury lege nahe, dass Regisseurinnen jahrelang zu Unrecht gehypt worden seien – ein Vorwurf, der die Arbeit von Frauen im Theater rückwirkend abwerte.
Das Theatertreffen, eines der bedeutendsten deutschsprachigen Theaterfestivals, hatte die Quote eingeführt, um die Unterrepräsentation von Regisseurinnen auszugleichen. Nun kehrt die Jury zu einer Auswahl ohne Geschlechtervorgabe zurück. Die genauen Gründe für den Schritt sind nicht bekannt, die Formulierung der Jury sorgt jedoch für Empörung in der Theaterlandschaft.
Kulturschaffende und Verbände kritisieren, dass die Abschaffung der Quote ein fatales Signal sende. Statt strukturelle Ungleichheiten anzuerkennen, werde suggeriert, dass Frauen nur aufgrund der Quote eingeladen worden seien – eine Behauptung, die die künstlerische Leistung vieler Regisseurinnen infrage stelle.
Quelle: www.spiegel.de



