Donald Trump hat auf seiner Truth Social einen vollständigen Sieg seiner Wahlempfehlungen bei den republikanischen Vorwahlen am 19. Mai behauptet. Wie der Guardian berichtet, schrieb Trump, dass „100 Prozent“ seiner Kandidaten gewonnen hätten, und nannte „saubere Durchgänge“ in Alabama, Pennsylvania, Georgia, Idaho, Oregon und Kentucky. Tatsächlich siegten oder lagen die von ihm unterstützten Republikaner in den Vorwahlen in Georgia, Alabama und Kentucky vorn. Auch die drei langjährigen Amtsinhaber aus Idaho, alle von Trump gestützt, gewannen ihre Nominierungen problemlos.
Allerdings bleiben einige Rennen unentschieden und gehen in Stichwahlen. In Georgia etwa müssen der von Trump unterstützte Vizegouverneurskandidat Burt Jones und der Gesundheitsunternehmer Rick Jackson in eine zweite Runde. Auch in Pennsylvania zeichnen sich Stichwahlen ab. Der prominenteste Verlierer des Abends war der republikanische Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky, der gegen einen von Trump unterstützten Herausforderer verlor. Massie, ein libertärer Konservativer, hatte sich mehrfach gegen Trump gestellt, unter anderem bei der Abstimmung über das Infrastrukturgesetz.
Trump nutzte die Gelegenheit auch, um erneut die US-Marineblockade iranischer Häfen als „erfolgreich“ zu bezeichnen. In einer Rede vor Kadetten malte er das Bild einer „Mauer aus Stahl“, die niemand durchbreche. Er beschrieb einen „jungen, gutaussehenden Kapitän“, der Schiffe über „das größte Lautsprechersystem“ warne, und ahmte dann einen Iraner nach, dessen Schiff von US-Streitkräften getroffen worden sei – wobei er „Iran“ falsch aussprach. „Niemand verletzt sie, niemand“, so Trump. Es blieb unklar, auf welchen Vorfall er sich bezog. Das US-Zentralkommando hat zwar Dutzende Schiffe abgefangen, doch mehrere iranisch-verbundene und Schiffe der „Dunklen Flotte“ sind durchgekommen.
In weiteren Äußerungen zu Iran sagte Trump, er glaube, dass Teheran „so sehr“ einen Deal wolle. Er fügte hinzu, der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu werde in Bezug auf Angriffe gegen Iran „tun, was immer ich von ihm will“. Trump berief sich dabei auf eine nicht verifizierte Umfrage, die ihm 99 Prozent Zustimmung in Israel bescheinige.
Die Vorwahlen am Dienstag galten als wichtiger Test für Trumps Einfluss in der Republikanischen Partei. Mit dem Sieg seiner Kandidaten in den meisten Rennen festigt er seine Position als Königsmacher. Die Niederlage Massies zeigt, dass Abweichler von der Trump-Linie zunehmend abgestraft werden. Die Stichwahlen in Georgia und Pennsylvania werden im Juni entschieden.
EuroPulse berichtete am 18. Mai über Trumps Warnung an Iran, die „Uhr ticke“, und Drohnenangriffe auf ein AKW in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Trump warnt Iran: „Uhr tickt“ – Drohnen treffen AKW in den VAE.
Quelle: www.theguardian.com



