Donald Trump, der US-Präsident, äußerte sich auf seiner Plattform Truth Social zur Antwort Irans auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Er bezeichnete diese als »völlig inakzeptabel« und fügte hinzu: »Ich habe gerade die Antwort der sogenannten ›Vertreter‹ Irans gelesen. Das gefällt mir nicht – VÖLLIG INAKZEPTABEL.« Weitere Details zu dem Vorschlag wurden nicht bekannt gegeben.
Bereits Stunden zuvor hatte Trump Teheran mit weiteren Drohungen konfrontiert. Er warnte: »Die werden nicht mehr lange lachen!« Iran hatte zuvor eine Antwort auf den US-Vorschlag an den Vermittler Pakistan weitergeleitet, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Der von Iran vorgeschlagene Text konzentriert sich laut dem staatlichen Irib auf die Beendigung der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, sowie auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt. Die iranische Regierung prüft derzeit einen 14 Punkte umfassenden Vorschlag aus den USA, der einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zur Beendigung des Krieges schaffen soll.
Medienberichten zufolge werden auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus diskutiert. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
Vor wenigen Tagen hatten US-Streitkräfte zwei iranische Öltanker im Golf von Oman angegriffen, die die US-Blockade auf dem Weg zu einem iranischen Hafen durchbrechen wollten. Das US-Zentralkommando (Centcom) gab an, dass US-Kampfjets die Schiffe unter Beschuss genommen und sie außer Gefecht gesetzt hätten.
Vorfall stellt eine weitere Eskalation der ohnehin brüchigen Waffenruhe dar. Zuvor hatten die USA Ziele auf dem iranischen Festland angegriffen, während Iran drei US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten attackierte. Beide Seiten widersprechen sich bei der Reihenfolge der jeweiligen Angriffe.
Eine vertrauliche Geheimdiensteinschätzung, die der »Washington Post« vorliegt, kommt zu dem Ergebnis, dass Iran deutlich besser dasteht, als von Donald Trump behauptet. Dies deutet auf grundlegende Probleme in der US-Strategie hin.



