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Ukrainische Polizei ermittelt gegen Teenager nach Soldaten-Vergiftungen

Die ukrainische Nationalpolizei hat mindestens sieben Fälle von Vergiftungen von Militärangehörigen aufgedeckt, wie die BBC berichtet. Tatverdächtig sind Teenager, die im Auftrag russischer Geheimdienste gehandelt haben sollen.

Ukrainische Polizei ermittelt gegen Teenager nach Soldaten-Vergiftungen
Bild: ichef.bbci.co.uk

Die ukrainische Nationalpolizei hat nach eigenen Angaben mindestens sieben Fälle von Vergiftungen von Militärangehörigen aufgedeckt. Wie die BBC unter Berufung auf die Behörde berichtet, stehen Teenager im Verdacht, die Taten im Auftrag russischer Geheimdienste begangen zu haben. Unter den Verdächtigen sind demnach Mädchen im Teenageralter sowie ein 19-jähriger junger Mann.

Bereits vor einigen Tagen hatte Polizeichef Iwan Wyhiwskyj in einem Interview mit dem ukrainischen Portal Zensor.net erklärt, dass die Ermittler seit Jahresbeginn sechs Fälle von vorsätzlichen Tötungen von Soldaten auf Bestellung russischer Dienste über Messenger registriert hätten. Ein weiterer Fall sei verhindert worden. Am 11. Juni meldete die Polizei in Schytomyr einen zusätzlichen Fall: Ein 19-Jähriger aus der Region Poltawa soll gegen Bezahlung einen Soldaten vergiftet haben.

Nach Angaben der Polizei in Schytomyr erhielt der Verdächtige über einen Telegram-Kanal von einem russischen Kurator den Auftrag. Er habe über ein Paketfach ein Päckchen mit einer kristallinen Substanz erhalten, dann einen alkoholischen Drink gekauft und das Gift beigemischt, ohne die Originalverpackung zu beschädigen. Das vergiftete Getränk schickte er an eine vom Kurator angegebene Adresse. Der Empfänger, ein 23-jähriger Soldat aus Schytomyr, holte das Paket bei einer „Bekannten aus dem Briefwechsel“ ab und wurde am nächsten Morgen bewusstlos aufgefunden. Er starb wenige Tage später im Krankenhaus. Die Ermittler haben dem Beschuldigten eine Anzeige wegen vorsätzlichen Mordes übergeben; ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Quelle: www.bbc.com