Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:10 DE / UKR / EN

US-Vorwahlen: Sechs Bundesstaaten stimmen ab – Skandal um Platner

In sechs US-Bundesstaaten finden am Dienstag Vorwahlen für die Kongresswahlen im November statt. Im Fokus steht der umstrittene demokratische Graham Platner aus Maine, wie der Guardian berichtet.

US-Vorwahlen: Sechs Bundesstaaten stimmen ab – Skandal um Platner
Bild: i.guim.co.uk

In den USA haben am Dienstag die Vorwahlen für die Kongresswahlen im November in sechs Bundesstaaten begonnen. Wähler in Kalifornien, Iowa, New Jersey, South Dakota, New Mexico und Montana stimmen über ihre Kandidaten für das Repräsentantenhaus und den Senat ab. Im Mittelpunkt steht dabei der demokratische Graham Platner aus Maine, dessen Wahl erst nächste Woche stattfindet, der aber bereits jetzt mit einem Skandal kämpft.

Laut Informationen, die seine Frau seinem Wahlkampfteam im vergangenen Jahr mitteilte, soll Platner während seiner Ehe sexuell eindeutige Nachrichten mit anderen Frauen ausgetauscht haben. Dies berichten die New York Times und das Wall Street Journal, der Guardian hat die Informationen bestätigt. Platner traf sich am Dienstag in Washington mit Führungskräften der Demokratischen Partei, um die Affäre zu besprechen.

Das Treffen fand in der Zentrale des Democratic Senatorial Campaign Committee (DSCC) statt und dauerte mehr als eineinhalb Stunden. Platner verließ das Gebäude, ohne Fragen von Reportern zu beantworten, und stieg schnell in ein wartendes Auto. Ein Sprecher des DSCC lehnte eine Stellungnahme ab. Platner gilt als zentrale Figur für die Hoffnungen der Demokraten, die Kontrolle über den Kongress zurückzugewinnen.

In Iowa steht der Josh Turek vor der Herausforderung, den von Donald Trump unterstützten republikanischen Ashley Hinson zu besiegen. Turek will den Sitz der Republikaner im Senat zurückerobern. Die Vorwahlen in den anderen Bundesstaaten gelten als weitgehend entschieden, doch die Affäre um Platner überschattet den Wahlkampf.

Die Vorwahlen am Dienstag sind ein wichtiger Stimmungstest für die beiden großen Parteien vor den entscheidenden Wahlen im November. Die Demokraten hoffen, ihre Mehrheit im Senat zu verteidigen, während die Republikaner versuchen, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zurückzugewinnen. Die Ergebnisse aus den sechs Bundesstaaten werden im Laufe des Abends erwartet.

Quelle: www.theguardian.com