Die ersten Gespräche zwischen den USA und Iran über ein mögliches Kriegsende fanden in der Schweiz statt, wurden jedoch durch Drohungen von US-Präsident Donald Trump erheblich belastet. Trump warnte den Iran, die Hisbollah-Miliz im Libanon davon abzuhalten, Unruhe zu stiften, andernfalls drohe eine harte militärische Reaktion. „Andernfalls werden wir den Iran wieder sehr hart angreifen, so wie letzte Woche, nur härter“, erklärte Trump auf seiner Plattform.
Nach diesen Äußerungen verließen die iranischen Unterhändler das Hotel, in dem die Gespräche stattfanden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna wurde die Drohung als „beleidigend“ empfunden. Die Verhandlungen, die unter Vermittlung Pakistans und Katars stattfanden, gerieten nach 80 Minuten in eine schwierige Phase, nachdem Trump eine beleidigende Nachricht veröffentlicht hatte.
und betonte, dass man „große Fortschritte erzielt“ habe. Vance äußerte den Wunsch, ein „neues Kapitel“ in den Beziehungen zwischen den USA und Iran aufzuschlagen, und sprach von einer gemeinsamen Zukunft, in der alle zusammenarbeiten können, um Frieden und Wohlstand zu fördern.
Die Gespräche auf dem Bürgenstock in der Schweiz folgten einer vor einer Woche vereinbarten Absichtserklärung zwischen den USA und Iran. Diese sieht unter anderem die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie die Einstellung aller Feindseligkeiten vor, auch zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Der Iran hatte jedoch am Wochenende angekündigt, die Straße von Hormus aufgrund erneuter israelischer Angriffe im Libanon wieder geschlossen zu haben.
Die US-Regierung widersprach dieser Aussage und erklärte, dass in den letzten 24 Stunden 67 Schiffe die Meerenge passiert hätten. Trump hatte zudem überlegt, Mautgebühren für die Straße von Hormus einzuführen. Zeitgleich kündigte Israel an, alle Einschränkungen im Nordlibanon aufzuheben, die wegen des Konflikts mit der Hisbollah-Miliz eingeführt worden waren.
Die israelische Armee teilte mit, dass ab Montag früh „alle Beschränkungen im Gebiet der Konfrontationslinie aufgehoben“ würden und wieder „uneingeschränkte Aktivität ohne jegliche Einschränkungen“ gelte. Diese Anpassung der Vorschriften sei nach einer Lagebeurteilung beschlossen worden.
Quelle: www.zeit.de



