Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:40 DE / UKR / EN

USA verhängen Sanktionen gegen iranisches Öl nach China

Die US-Regierung hat Sanktionen wegen des mutmaßlichen Transports von iranischem Öl nach China verhängt. Betroffen sind Unternehmen aus Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie das US-Finanzministerium mitteilt.

USA verhängen Sanktionen gegen iranisches Öl nach China
Bild: img.zeit.de

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen mehrere Unternehmen und Einzelpersonen verhängt, die verdächtigt werden, iranisches Öl nach China zu transportieren. Laut dem US-Finanzministerium sind unter den Betroffenen Firmen mit Sitz in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die iranische Revolutionsgarde soll dabei Ölexporte über sogenannte „Scheinfirmen“ verschleiern.

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die USA den Druck auf den Iran weiter erhöhen wollen, um der iranischen Regierung und dem Militär die finanziellen Mittel für Waffen und ihr Atomprogramm zu entziehen. Sanktionen folgen auf frühere Maßnahmen gegen Personen und Unternehmen, die den Iran beim Erwerb von Waffen und Komponenten für die Herstellung von Drohnen unterstützen.

Die neuen Sanktionen wurden kurz vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China bekannt gegeben. Trump wird am Mittwoch in Peking erwartet, um Gespräche mit Staatschef Xi Jinping über Handelspolitik und den Iran zu führen. Der Iran-Konflikt belastet die Beziehungen zwischen den USA und China erheblich.

China hat bereits zweimal im UN-Sicherheitsrat Resolutionen zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus blockiert und ist ein wichtiger Abnehmer von iranischem Öl. Die aktuellen Entwicklungen könnten die geopolitischen Spannungen in der Region weiter verschärfen.