Sa., 06 Juni 2026 Berlin 21:22 DE / UKR / EN

Wasserscheu: Hamburger Kindergarten fördert Wassergewöhnung bei Kindern

Im Hamburger Kindergarten Fischbeker Höfe lernen Kinder spielerisch den Umgang mit Wasser, um Ängste abzubauen. Laut Die Zeit alarmiert die steigende Zahl von Nichtschwimmern unter Grundschulkindern.

Wasserscheu: Hamburger Kindergarten fördert Wassergewöhnung bei Kindern
Bild: img.zeit.de

Im Kindergarten Fischbeker Höfe in Hamburg wird Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren spielerisch der Umgang mit Wasser nähergebracht. Ziel ist es, Ängste abzubauen und frühzeitig Schwimmen zu lernen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft hat die steigende Zahl von Nichtschwimmern unter Grundschulkindern als alarmierend eingestuft.

In Kooperation mit dem Schwimmbadbetreiber Bäderland werden die Fachkräfte der Kita zu Schwimmlotsen ausgebildet. Diese Ausbildung soll die Wassergewöhnung der Kinder fördern. Die enge Bindung zur Erzieherin Miriam Boedeker und das Gruppengefühl helfen den Kindern, ihre Ängste zu überwinden und selbstbewusster zu werden.

Um mehr Kinder zu sicheren Schwimmern zu machen, werden staatliche Förderprogramme wie „Deutschland lernt Schwimmen“ ins Leben gerufen. Diese Programme zielen darauf ab, auch einkommensschwache Familien zu unterstützen und den Zugang zu Schwimmkursen zu erleichtern.

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie die Wassergewöhnung funktioniert: Im Waschraum des Kindergartens balancieren die Kinder über Handtücher, bevor sie zu einer Wanne mit Wasser gelangen. Die Erzieherin fragt die Kinder, wie sich rauschendes Wasser anhört, und ermutigt sie, ihre Ängste abzubauen. Ein Junge und ein Mädchen machen Geräusche, die das Wasser nachahmen, und alle lachen.

Die Kinder patschen mit ihren Händen in die Wanne, und die Erzieherin lobt sie für ihre Fortschritte. Diese spielerischen Ansätze sind entscheidend, um die Kinder an das Element Wasser heranzuführen und ihnen die Angst zu nehmen.