Yasmin Fahimi geht in ihre zweite Amtszeit an der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Auf dem Bundeskongress in Berlin-Neukölln erhielt sie 96 Prozent der Stimmen der rund 400 Delegierten, was auf breite Zustimmung für ihre Person hinweist. In ihrer gut einstündigen Grundsatzrede betonte sie die Herausforderungen, die vor der Gewerkschaft liegen, darunter Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Inflation.
Fahimi, die erste Frau in dieser Position, zeigte sich kämpferisch und betonte die Verantwortung der Gewerkschaften in Zeiten der Wirtschaftskrise. „Wir müssen geschlossen auftreten, um die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten“, sagte sie. Ihre Wiederwahl um drei Prozentpunkte mehr als 2022 verdeutlicht das Bedürfnis nach Geschlossenheit innerhalb des DGB.
Die Herausforderungen, mit denen Fahimi konfrontiert ist, sind vielfältig. Neben dem Krieg in der Ukraine sieht sie auch die unberechenbare Zollpolitik des US-Präsidenten und die allgemeine Wirtschaftsflaute als große Themen. „Wir müssen uns für die Rechte der Arbeitnehmer stark machen und Lösungen finden“, so Fahimi weiter.
Yasmin Fahimi wurde 1967 als Tochter eines Iraners und einer Deutschen geboren und wuchs bei Hannover auf. Nach ihrem Chemie-Studium begann sie ihre Karriere bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und stieg schnell in den Führungsstab auf.



