In einer Ansprache am 10. Mai äußerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die Ukraine Vladimir Putin „ein wenig gedrängt“ habe, um dessen Bereitschaft für Verhandlungen zu erreichen. Trotz dieser Anzeichen bleibt die Situation an der Front angespannt, da Russland weiterhin intensive Angriffe auf ukrainische Positionen führt.
Selenskyj betonte, dass die Ukraine schon lange bereit für Gespräche sei und nun ein konkretes Format für die Verhandlungen gefunden werden müsse. „Wir müssen diese Kriegsführung beenden und zuverlässige Sicherheitsgarantien für die Ukraine gewährleisten“, sagte er. Diese Aussagen kommen inmitten der Vorbereitungen für einen Austausch von 1.000 Gefangenen mit US-amerikanischer Vermittlung.
Putin hatte zuvor erklärt, dass der Krieg in der Ukraine „auf sein Ende zusteuert“, ohne jedoch einen genauen Zeitrahmen zu nennen. Er wiederholte auch, dass der Rückzug der russischen Truppen aus Kyiv 2022 auf Bitten des französischen Emmanuel Macron erfolgt sei und beschuldigte westliche „globalistische Eliten“, den Krieg verlängert zu haben.
Die ukrainische Regierung fordert, dass alle Verhandlungen nicht nur die Kampfhandlungen stoppen, sondern auch dauerhafte Sicherheitsgarantien für die Ukraine beinhalten müssen. Selenskyj warnte, dass die Ukraine sofort reagieren werde, falls Russland großangelegte Angriffe wieder aufnimmt.



