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Mario Draghi mit Aachener Karlspreis für Lebenswerk ausgezeichnet

Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, erhielt in Aachen den Karlspreis für sein Lebenswerk. Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte Draghis Verdienste während der Euro-Finanzkrise.

Mario Draghi mit Aachener Karlspreis für Lebenswerk ausgezeichnet
Bild: Tagesschau

Mario Draghi, der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), wurde im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt Draghis Lebenswerk und seine bedeutenden Beiträge für Europa, insbesondere während der Euro-Finanzkrise.

In seiner Festrede hob Bundeskanzler Friedrich Merz die entscheidende Draghis während der Schuldenkrise 2012 hervor. Merz erklärte: „Sie haben sich in bedrohlicher Zeit um den Euro gekümmert, und Sie haben den Euro und die Währungszone stabilisiert.“ Er betonte, dass Draghis mutiges Handeln in dieser Zeit entscheidend für die Stabilität der Währung war.

Draghi hatte damals erklärt, die EZB werde „alles Notwendige tun“ („whatever it takes“), um den Euro zu retten. Diese Worte beruhigten die nervösen Finanzmärkte und trugen dazu bei, Griechenland in der Euro-Zone zu halten. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der ebenfalls eine Rede hielt, lobte Draghis Vertrauen in Griechenland während der Krise.

Der Karlspreis wird seit 1950 an Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen, die sich um Europa verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der verstorbene Papst Franziskus und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton.