Der Druck auf den britischen Premierminister Keir Starmer wächst, nachdem die Labour-Partei bei den Kommunalwahlen erhebliche Verluste hinnehmen musste. Innerhalb der Partei mehren sich die Stimmen, die eine Ablösung Starmers fordern. Gesundheitsminister Wes Streeting hat bereits seinen Rücktritt erklärt und sein Vertrauen in Starmers Führung verloren.
Streeting, der als möglicher Nachfolger gilt, äußerte in seinem Rücktrittsschreiben, dass es unehrenhaft sei, in der Regierung zu bleiben, während Starmer die Partei nicht in die nächsten Parlamentswahlen führen könne. Auch andere hochrangige Mitglieder, darunter Außenministerin Yvette Cooper und Innenministerin Shabana Mahmood, haben ihre Unterstützung für Starmer zurückgezogen.
Die Situation innerhalb der Labour-Partei ist angespannt. Die Abgeordnete Catherine West hatte die Forderung nach Starmers Ablösung öffentlich gemacht und um Unterstützung geworben. Die Debatte über die Zukunft der Partei könnte zu einem Wettstreit der Ideen führen, wie Streeting betonte.
Um eine Abstimmung über den Parteivorsitz zu erzwingen, benötigt ein Gegenkandidat die Unterstützung von 81 Abgeordneten. Dies könnte eine Urabstimmung unter den Labour-Mitgliedern auslösen, bei der sich mehrere Kandidaten um die Starmers bewerben könnten.



