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Ex-Botschafter Grenell kritisiert Merz nach USA-Aussage

Friedrich Merz (CDU) rät seinen Kindern von Reisen in die USA ab, was Richard Grenell, ehemaliger US-Botschafter, scharf kritisiert. Grenell bezeichnet Merz als Präsident der 'Trump-Wahn-Syndrom-Gesellschaft'.

Ex-Botschafter Grenell kritisiert Merz nach USA-Aussage
Bild: i.guim.co.uk

Friedrich Merz (CDU) hat auf dem Katholikentag in Würzburg erklärt, dass er seinen Kindern derzeit von einem Aufenthalt in den USA abraten würde. Diese Aussage sorgte für Aufregung und wurde von Richard Grenell, dem ehemaligen US-Botschafter, scharf kritisiert. Grenell bezeichnete Merz in einem Beitrag auf der Plattform X als den ‚Präsidenten der Trump-Wahn-Syndrom-Gesellschaft‘.

Grenell äußerte sich enttäuscht über Merz‘ Äußerungen und stellte fest, dass Merz sich während seiner Zeit im Weißen Haus ‚ausgesprochen sanft und schmeichelhaft‘ gegenüber Trump verhalten habe. Er kritisierte, dass Merz nun von einem Amerika unter Trump abrate und bezeichnete die deutsche Führung als strategielos und von den ‚woken deutschen Medien‘ gesteuert.

Merz begründete seine Aussage mit einem sich verändernden gesellschaftlichen Klima in den USA, das es selbst hochqualifizierten Absolventen schwer mache, einen Job zu finden. Diese Einschätzung wurde auch von Dirk Wiese, dem Parlamentsgeschäftsführer der SPD im Bundestag, aufgegriffen. Wiese warnte vor einer Verschlechterung der deutsch-amerikanischen Beziehungen und betonte, dass die USA trotz der Herausforderungen ein großartiges Land seien.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind derzeit angespannt, was sich auch in einem Telefonat zwischen Merz und Trump niederschlug. Dabei wurden Themen wie der Iran-Krieg, der Ukraine-Krieg und die NATO besprochen, wie Merz auf der Plattform X mitteilte.