Wie „The Economist“ berichtet, wachsen in der NATO die Zweifel an der Verlässlichkeit der transatlantischen Sicherheitsgarantien. Das Magazin zitiert interne Stimmen, die ein dringendes „Plan B“-Szenario fordern – für den Fall, dass die USA das Bündnis verlassen oder ihre militärische Beteiligung drastisch reduzieren. Die derzeitige Führung unter Generalsekretär Mark Rütte vermeide jedoch jede öffentliche oder interne Auseinandersetzung mit diesem Szenario.
Die Autoren des Artikels werfen Rütte „fatale Sturheit“ und „Widerstand gegen den gesunden Menschenverstand“ vor. Er ignoriere wiederholte Aussagen von Donald Trump über eine mögliche Neuausrichtung der US-Rolle in der NATO sowie die bereits begonnene Reduzierung amerikanischer Truppen in Europa. Rütte beharre stattdessen darauf, dass die USA ein verlässlicher Partner und Sicherheitsgarant blieben – und habe jede Diskussion über einen „Plan B“ in der NATO-Zentrale verboten.
Das Magazin spekuliert, Rütte wolle durch das Vermeiden harter Aussagen eine Konfrontation mit Trump verhindern und ihn nicht zu radikalen Schritten provozieren. Die wachsende Skepsis gegenüber der Stabilität der transatlantischen Bindungen werde damit jedoch ignoriert.
Quelle: 24tv.ua



