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Abwahlantrag gegen Raunheims Bürgermeister Rendel angenommen

Das Stadtparlament in Raunheim hat den Abwahlantrag gegen Bürgermeister David Rendel (SPD) mit großer Mehrheit angenommen. Rendel kann nun innerhalb einer Woche freiwillig zurücktreten oder sich einem Bürgerentscheid stellen.

Abwahlantrag gegen Raunheims Bürgermeister Rendel angenommen
Bild: media0.faz.net

Wie die FAZ berichtet, stimmten die Stadtverordneten am Donnerstagabend dem Abwahlantrag der Fraktionen von WsR, CDU, Grünen und UMMA zu. Der Sitzungssaal war voll besetzt, zeitweise verfolgten mehr als 300 Teilnehmer den Livestream.

Rendel hat nun eine Woche Bedenkzeit. Tritt er freiwillig zurück, findet am 27. September eine Neuwahl statt. Bleibt er im Amt, entscheiden die Wahlberechtigten an diesem Termin per Bürgerentscheid über seine Zukunft.

Dem Abwahlantrag vorausgegangen war ein fast dreijähriger Streit zwischen Rendel und den Stadtverordneten. Ihm werden unter anderem Unerfahrenheit, mangelnder Teamgeist und Sturheit vorgeworfen. Zudem steht er in der Kritik, weil er die Provisionsaffäre seines verstorbenen Vorgängers Thomas Jühe (SPD) nicht konsequent aufgearbeitet habe. Jühe hatte 2016 mit einem Amtsleiter eine Provisionsvereinbarung abgeschlossen, die diesem rund 2,1 Millionen Euro Zusatzverdienst brachte. Die Stadtverordneten fordern das Geld zurück, doch Rendel widersprach den entsprechenden Beschlüssen.

Quelle: www.faz.net