Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:01 DE / UKR / EN

US-Richter stellt Strafverfahren gegen Ábrego García ein

Ein US-Bundesrichter hat das Strafverfahren gegen den salvadorianischen Migranten Kilmar Ábrego García eingestellt. Wie der Tagesspiegel berichtet, wertete Richter Waverly Crenshaw die Anklage als „Missbrauch von staatsanwaltschaftlicher Macht“.

US-Richter stellt Strafverfahren gegen Ábrego García ein
Bild: tagesspiegel.de

Der Fall Ábrego García hatte im vergangenen Jahr international für Schlagzeilen gesorgt. Der mit einer US-Bürgerin verheiratete Mann war im März 2025 zusammen mit mehr als 200 anderen Migranten nach El Salvador abgeschoben und dort in einem berüchtigten Gefängnis inhaftiert worden – obwohl ein Gericht 2019 eine Abschiebung wegen Gefahr für sein Leben untersagt hatte. Die US-Regierung räumte später einen „Verwaltungsfehler“ ein.

Nach seiner Rückkehr in die USA wurde Ábrego García erneut festgenommen. Die Justiz warf ihm vor, Migranten ohne gültige Papiere ins Land geschleust zu haben. Richter Crenshaw urteilte nun, die Anklage wäre nie erhoben worden, hätte Ábrego García nicht erfolgreich gegen seine Abschiebung geklagt. Die Entscheidung ist eine Klatsche für US-Präsident Donald Trump und das Justizministerium.

Trump hatte Ábrego García wiederholt als Mitglied der salvadorianischen Bande MS-13 und als „Terroristen“ bezeichnet – ohne dafür Beweise vorzulegen. Ábrego García wurde im August aus der Haft entlassen, ihm droht jedoch weiterhin eine Abschiebung. EuroPulse berichtete am 23. Mai 2026 über Trumps Erwägung von Angriffen auf den Iran, https://europulse.today/pakistan-vermittelt-iran-konflikt-usa-angriffe/.

Quelle: www.tagesspiegel.de