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Zehntausende in Madrid: Rücktritt von Spaniens Premier Sánchez gefordert

In Madrid haben zehntausende Menschen gegen den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez demonstriert und seinen Rücktritt sowie vorgezogene Neuwahlen gefordert. Hintergrund der Proteste sind Korruptionsvorwürfe gegen die linke Regierung, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Zehntausende in Madrid: Rücktritt von Spaniens Premier Sánchez gefordert
Bild: bilder.deutschlandfunk.de

Die Demonstranten versammelten sich am Sonntag im Zentrum der spanischen Hauptstadt. Viele trugen spanische Flaggen und Transparente mit Aufschriften wie „Rücktritt der sozialistischen Mafia“. Die Proteste richten sich gegen die linke Regierung von Pedro Sánchez, gegen die Korruptionsvorwürfe erhoben werden.

Die Vorwürfe betreffen unter anderem die Finanzierung der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) und mögliche Unregelmäßigkeiten im Umfeld von Sánchez. Der Regierungschef selbst hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und spricht von einer Kampagne der politischen Rechten. Die Opposition fordert eine parlamentarische Untersuchung.

Die Demonstration in Madrid ist die bislang größte in einer Reihe von Protesten gegen Sánchez. In den vergangenen Wochen hatten bereits in mehreren spanischen Städten Tausende Menschen gegen die Regierung demonstriert. Die Korruptionsaffäre belastet die Minderheitsregierung von Sánchez, die auf die Unterstützung mehrerer Regionalparteien angewiesen ist.

Ob die Proteste politische Konsequenzen haben werden, ist offen. Sánchez hat bislang keine Neuwahlen angekündigt. Die nächste reguläre Wahl in Spanien steht erst für 2027 an.

Quelle: www.deutschlandfunk.de