Die britische Regierung hat die Behauptung einer sogenannten „Zwei-Klassen-Justiz“ im Zusammenhang mit dem Mord an dem 14-jährigen Henry Nowak scharf zurückgewiesen. Lucy Rigby bezeichnete den Vorwurf am Donnerstagmorgen im Interview mit Sky News als „Verleumdung“ der Polizei, wie der Guardian berichtet. Die Aussage sei ein „Schlag ins Gesicht“ für die tausenden Polizisten, die täglich ihren Dienst zum Schutz der Bevölkerung verrichteten.
Rigby sagte wörtlich: „Der Vorschlag, wir hätten eine Zwei-Klassen-Justiz, der im Kern unterstellt, die Polizei würde systematisch die Interessen einer Gruppe über eine andere stellen – ich halte das wirklich für eine Verleumdung aller Polizisten, die diesem Land Tag und Nacht dienen.“ Zuvor hatte bereits Keir Starmer die Existenz einer solchen Zweiklassen-Polizeiarbeit bestritten. Die Reform-Partei von Nigel Farage sowie einige konservative Politiker hatten den Vorwurf nach dem gewaltsamen Tod des Jungen erhoben.
Der Fall Nowak hatte eine landesweite Debatte über Rassismus und Polizeiarbeit ausgelöst. Der 14-Jährige war am vergangenen Wochenende in einem Vorort von Manchester getötet worden. Die Polizei hatte den mutmaßlichen Täter, einen 19-jährigen Mann, noch am Tatort festgenommen. Die genauen Umstände der Tat sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Am späten Donnerstagabend will sich der Labour-Kandidat für Makerfield und potenzielle nächste Premierminister, Andy Burnham, in einer BBC-Sendung zu dem Fall äußern. Burnham hatte zuvor angekündigt, eine ausführlichere Stellungnahme zu den Fragen abgeben zu wollen, die der Mord an Nowak zu Polizeiarbeit und Rassismus aufgeworfen hat.
Quelle: www.theguardian.com



