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Ölreserve fast aufgebraucht – Ministerium sieht keine Engpässe

Die Bundesregierung hatte vor drei Monaten rund 600.000 Tonnen Öl aus der nationalen Reserve freigegeben. Wie die Tagesschau berichtet, ist diese Menge laut ARD-Hauptstadtstudio fast vollständig vom Markt aufgenommen worden.

Ölreserve fast aufgebraucht – Ministerium sieht keine Engpässe
Bild: Tagesschau

Die Bundesregierung hatte vor knapp drei Monaten im Kampf gegen die Energiekrise rund 600.000 Tonnen Rohöl, Diesel und Kerosin aus der nationalen Ölreserve freigegeben. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios ist diese Menge nun fast vollständig aufgebraucht. Das Wirtschaftsministerium teilte auf Anfrage mit: „Die Mengen wurden bis auf sehr wenige Restbestände von Rohöl vom Markt mittlerweile aufgenommen.“

Deutschland folgte damit einem Aufruf der Internationalen Energieagentur (IEA), die als Reaktion auf die Preisschocks durch den Iran-Krieg eine Freigabe empfohlen hatte. Ursprünglich waren für Deutschland 2,64 Millionen Tonnen vorgesehen, freigegeben wurden jedoch nur etwa 600.000 Tonnen – deutlich weniger als geplant. Trotz der aufgebrauchten Reserve betont das Ministerium, es gebe keine Energieknappheiten. Man stehe im engen Austausch mit der Branche und könne schnell gegensteuern.

Ob die Bundesregierung weitere Teile der Reserve freigeben will, ließ das Ministerium offen. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche war bereits bei der ersten Freigabe keine Anhängerin des Schrittes, folgte aber dem internationalen Druck. Das Ministerium machte erneut deutlich: Die Ölreserve sei für Notlagen da, „nicht in erster Linie zur Preisstabilisierung“.

Quelle: Tagesschau