Das Signal des an dem Wal angebrachten Senders brach zwischen dem 6. und 7. Mai ab, wie Minister Backhaus am Freitag in Schwerin bekannt gab. Danach sei das Tier wohl verendet und gedriftet. Der Wal habe 215 Kilometer Distanz überwunden und sei nicht unmittelbar nach der Freilassung gestorben, so Backhaus. Damit seien viele Vorwürfe der vergangenen Wochen gegen die Rettungsmaßnahme widerlegt.
Backhaus hatte den Rettungsversuch einer Privatinitiative entgegen wissenschaftlichem Rat geduldet. Der Wal war aus der Bucht von Wismar mit einer Barge in die Nordsee verfrachtet worden. Meeresbiologen hatten den Transport als Tierquälerei bezeichnet und davor gewarnt, dass das kranke Tier ohnehin bald sterben würde. Die Obduktion ergab nach Angaben des Ministers keine Hinweise auf Gewaltanwendung oder Verletzungen während des Transports.
Backhaus verteidigte sein Handeln als rechtlich und fachlich vertretbar. Der Rettungsversuch sei erfolgreich gewesen, den Wal in die Nordsee zu bringen. Er räumte ein, dass Deutschland nicht auf Strandungen solcher Tiere vorbereitet sei und es Nachholbedarf gebe.
Quelle: www.faz.net



