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EU startet Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau

Die Europäische Union hat am Montag die ersten Verhandlungen in den Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau aufgenommen. Das teilten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa mit.

EU startet Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau
Bild: n-tv.de

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa erklärten, alle Mitgliedstaaten hätten der Eröffnung des ersten Verhandlungsblocks zugestimmt. Dies sei eine Anerkennung des Mutes und der Reformanstrengungen beider Länder trotz großer Schwierigkeiten. Die Erweiterung sei eine strategische Entscheidung, die angesichts globaler Unsicherheiten im gemeinsamen Interesse liege.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte für den Schritt und betonte, die Ukraine verteidige sich selbst und damit ganz Europa. Er forderte die EU auf, ihre Zusagen einzuhalten. Der Beginn der Gespräche sei eine wichtige politische und moralische Unterstützung für das Land und sein Volk.

Moldaus Präsidentin Maia Sandu begrüßte den Start ebenfalls. Ihr Land sei bereit, über alle Verhandlungsthemen zu sprechen und werde weiter Reformen umsetzen. Die erste Verhandlungsrunde befasst sich mit Grundwerten und Prinzipien, die für einen EU-Beitritt Voraussetzung sind.

Insgesamt müssen die Kandidaten sechs Themenblöcke mit Dutzenden Kapiteln durchlaufen. Nach Abschluss der Verhandlungen ist eine einstimmige Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten und die Ratifizierung in jedem Land nötig. Die EU hatte die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine bereits im Juni 2024 offiziell eröffnet, nachdem Kiew kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 einen Antrag gestellt hatte. Ungarn blockierte den Prozess lange, gab aber nach einem Regierungswechsel in Budapest nach.

EuroPulse berichtete am 12. Juni 2026 über höhere Soldzahlungen und neue Verträge in der Ukraine, die Selenskyj angekündigt hatte: Selenskyj kündigt höhere Soldzahlungen und neue Verträge an.

Quelle: www.n-tv.de