Der Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte verzeichnet für Mai 274 getötete und 1763 verletzte Zivilisten. Das ist ein Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, als 191 Tote und 865 Verletzte registriert wurden. 45 Prozent der Opfer gehen auf Raketen- und Drohnenangriffe zurück, vor allem in Städten fernab der Front wie Kyjiw und Dnipro.
Nahe der Frontlinie waren Kurzstreckendrohnen die Hauptursache für zivile Opfer. Noch nie seit Kriegsbeginn wurden damit in einem Monat so viele Menschen getötet (64) und verletzt (539). Seit Februar 2022 hat die UNO insgesamt mehr als 16.000 getötete und über 46.000 verletzte Zivilisten erfasst. Die tatsächlichen Zahlen dürften höher liegen, da die Behörden keinen Zugang zu den von Russland besetzten Gebieten haben.
Parallel dazu griff die Ukraine Russland am Freitag mit einem massiven Drohnenangriff an. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von 185 Drohnen innerhalb von zwölf Stunden über rund einem Dutzend Regionen. In der Region Brjansk kam ein Mensch ums Leben, eine weitere Person wurde verletzt. Auch auf Moskau wurden Drohnen abgewehrt, 27 Stück wurden nach russischen Angaben zerstört.
Quelle: www.spiegel.de



