Quelle: Ukrinform
Die ukrainische Behindertenbeauftragte Tetjana Kolobrodowa erklärte auf einer UN-Konferenz zum 20. Jahrestag der Behindertenrechtskonvention in New York, dass die Zahl der Menschen mit Behinderungen in der Ukraine infolge des Krieges um 600.000 gestiegen sei. Nach Kriegsende könnte diese Zahl noch deutlich zunehmen, da es sich vor allem um Kriegsveteranen handele.
Kolobrodowa wies auf die schwerwiegenden Auswirkungen der russischen Aggression auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen hin. Seit Kriegsbeginn seien mehr als 1.200 medizinische Einrichtungen zerstört worden. Besonders hart treffe die Betroffenen die Unterbrechung der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung durch russische Angriffe.
Die Kommunikation mit den besetzten Gebieten sei stark eingeschränkt, dennoch seien im vergangenen Jahr rund 400 Beschwerden über eine Hotline eingegangen. Die Ukraine organisiere Evakuierungen von Menschen mit Behinderungen aus Russland und den besetzten Gebieten, unter anderem über den humanitären Korridor Mokrany–Domanowe an der ukrainisch-belarussischen Grenze. Viele kehrten über Polen, Moldau und andere Nachbarländer in die Ukraine zurück.



