Sa., 13 Juni 2026 Kyjiw 18:53Berlin 17:53London 16:53 UKR / DE / EN

Tren-de-Aragua-Chef bei US-Schlag in Venezuela getötet

US-Präsident Donald Trump hat die Tötung des Anführers der venezolanischen Tren de Aragua, Héctor Rusthenford Guerrero Flores, durch das US-Southern Command bekanntgegeben. Die venezolanische Regierung bestätigte den Tod des Gangbosses, der im südöstlichen Bundesstaat Bolívar getötet wurde.

Tren-de-Aragua-Chef bei US-Schlag in Venezuela getötet
Bild: static.dw.com

Wie die Deutsche Welle berichtet, gab US-Präsident Donald Trump am Freitagabend bekannt, dass das US-Southern Command den Anführer der venezolanischen Tren de Aragua, Héctor Rusthenford Guerrero Flores, alias Niño Guerrero, bei einem „schnellen und tödlichen“ Schlag getötet habe. Trump bezeichnete Guerrero Flores als Anführer „einer der blutrünstigsten Terrororganisationen des Planeten“. Die venezolanische Regierung bestätigte Stunden später den Tod des Gangbosses, der im südöstlichen Bundesstaat Bolívar erfolgte.

Die Darstellungen über die Rolle der USA unterscheiden sich. Trump erklärte, die Operation sei „eng mit Venezuela abgestimmt“ gewesen, und Pete Hegseth betonte, US-Streitkräfte hätten einen Tren-de-Aragua-Stützpunkt angegriffen. Die venezolanische Regierung sprach dagegen von einer „kombinierten Operation“ zwischen den Sicherheitsbehörden beider Länder auf Basis technologischer Zusammenarbeit und Geheimdienstaustauschs; venezolanische Quellen betonten, es habe „nie“ eine US-Militärpräsenz auf ihrem Territorium während des Angriffs gegeben.

Guerrero Flores, 43, galt als Anführer der mächtigsten kriminellen Bande Venezuelas. Er hatte die Organisation über ein Jahrzehnt aus dem Tocorón-Gefängnis im Aragua geführt, das er mit Swimmingpool, Nachtclub und Zoo zu einem eigenen Herrschaftsgebiet ausbaute. Nach seiner Flucht 2013 und erneuter Festnahme saß er eine Haftstrafe ab, als die venezolanische Regierung im September 2023 das Gefängnis mit 11.000 Einsatzkräften stürmte; der Boss war bereits geflohen und sein Aufenthaltsort seitdem unbekannt. Die USA hatten Tren de Aragua im Februar 2025 zur ausländischen Terrororganisation erklärt; die Gruppe steht im Zentrum von Trumps Einwanderungs- und Abschiebungspolitik.

EuroPulse berichtete am 13. Juni 2026 über ein mögliches Abkommen zwischen den USA und Iran, bei dem Trump Teheran der Lüge bezichtigte (https://europulse.today/usa-iran-abkommen-trump-teheran-luege/).

Quelle: www.dw.com