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WM 2026: ARD-Experte Wagner kritisiert Messi-Entscheidung und lobt neue Regeln

Nach dem ersten Gruppenspieltag der WM 2026 zieht ARD-Schiedsrichterexperte Lutz Wagner ein Zwischenfazit. Er kritisiert die nicht gezeigte Rote Karte gegen Lionel Messi, lobt aber die neuen Regeln zur Netto-Spielzeit.

WM 2026: ARD-Experte Wagner kritisiert Messi-Entscheidung und lobt neue Regeln
Bild: images.sportschau.de

Wie die Sportschau berichtet, hat ARD-Schiedsrichterexperte Lutz Wagner nach dem ersten Gruppenspieltag der WM 2026 ein Zwischenfazit gezogen. Dabei standen vor allem zwei kontroverse Szenen im Fokus: ein Foul an Kylian Mbappé und ein Tritt von Lionel Messi.

Im Spiel Frankreich gegen Senegal brachte Sadio Mané Mbappé im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Alireza Faghani (Iran) ließ zunächst weiterlaufen, der VAR schaltete sich ein. Nach Ansicht der Bilder auf dem Monitor blieb Faghani bei seiner Entscheidung: kein Elfmeter. Die Szene beim Stand von 0:0 hatte keinen spielentscheidenden Einfluss – Mbappé traf wenig später und schnürte einen Doppelpack zum 3:1-Sieg der Franzosen.

Messi-Foul: Rot wäre die bessere Entscheidung gewesen

Deutlich mehr Diskussionen löste eine Szene im Spiel Argentinien gegen Algerien aus. Lionel Messi trat seinem Gegenspieler Aissa Mandi von hinten in Wade und Achillessehne. Schiedsrichter Szymon Marciniak (Polen) beließ es bei einer Ermahnung, der VAR griff nicht ein. Messi, der zuvor das 1:0 erzielt hatte, blieb auf dem Feld und legte zwei weitere Tore zum 3:0-Endstand nach.

Wagner sieht die Entscheidung kritisch. „Das Foulspiel von Messi sieht im Normalablauf keinesfalls so gravierend aus wie in der Zeitlupe. Dort aber wird deutlich: Rot wäre die bessere Entscheidung gewesen, weil zwei von drei Kriterien erfüllt sind“, erklärte der frühere Referee. Der Ball sei nicht mehr spielbar gewesen, und das Trefferbild – oberhalb des Knöchels mit der Sohle – spreche für eine Rote Karte. Nur das dritte Kriterium sei nicht erfüllt, da Messi weder mit hohem Tempo noch mit Druck und wohl auch nicht absichtlich gefoult habe.

Neue Regeln: Countdown und Trinkpausen

Die FIFA hat zur WM 2026 mehrere Regeländerungen eingeführt, darunter einen fünfsekündigen Countdown zur Erhöhung der Netto-Spielzeit. Die Regel greift, wenn Torhüter den Ball zu lange in der Hand halten, sowie bei Einwürfen und Abstößen. Wagners Zwischenfazit fällt positiv aus: „Die Spieler achten sehr darauf, deshalb wurde dies auch noch nicht sanktioniert.“

Zudem wurde die Zuständigkeit des Video-Assistenten ausgeweitet, und es werden verpflichtende Trinkpausen eingeführt. Die neuen Regeln sollen das Spiel flüssiger und fairer machen – ein Ziel, das nach Wagners Einschätzung bislang erreicht wird.

Quelle: www.sportschau.de