Beim EU-Gipfel in Brüssel attackierten Macron und Merz demnach das Vorgehen von EU-Ratspräsident António Costa, der Kontakte zum Kreml sucht. Drei mit der Sache vertraute Personen sagten Politico, dass mehrere osteuropäische Staaten sowie Dänemark und die Niederlande die Kritik unterstützten. Einige hätten sogar „beispiellose Empörung“ über Costas Schritt geäußert.
Estlands Ministerpräsident Kristen Michal erklärte, die EU könne nicht die Rolle eines Vermittlers in den Gesprächen übernehmen. Die Idee informeller diplomatischer Kontakte sei falsch, die Geschichte habe bereits mehrfach die Gefahr von Verhandlungen mit Diktatoren gezeigt. Hintergrund ist, dass Costas Stabschef Pedro Lourtie in den vergangenen Wochen zweimal mit Vertretern Moskaus gesprochen haben soll.
Die Debatte über den richtigen Umgang mit Putin hatte an Brisanz gewonnen, nachdem US-Präsident Donald Trump eine vorläufige Friedensvereinbarung mit dem Iran geschlossen hatte. Beim G7-Gipfel signalisierte Trump, sich wieder auf den Ukraine-Krieg zu konzentrieren.
Quelle: 24tv.ua



