Die Wahlkommission erklärte die PP zum klaren Sieger, nach der Abstimmung vom 1. Juni. Die Sitzverteilung entspricht einer Mehrheit von rund 90 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 94 Prozent, rund 40 Millionen Menschen gaben ihre Stimme ab.
Allerdings fand der Urnengang nur in 501 Wahlkreisen statt. Die Konfliktregion Tigray war zum zweiten Mal von der Wahl ausgeschlossen, nachdem sie bereits 2021 nicht teilnehmen durfte. In den Regionen Amhara und Oromia wurde die Abstimmung an mehreren Orten unterbrochen, bewaffnete Gruppen hatten mit Straßenblockaden gedroht.
Abiy Ahmed amtiert seit 2018 und galt zunächst als Hoffnungsträger. 2019 erhielt er den Friedensnobelpreis für die Beilegung des Grenzkonflikts mit Eritrea. Später agierte er zunehmend autoritär. Der zweijährige Bürgerkrieg in Tigray forderte rund 600.000 Tote. Menschenrechtsorganisationen warfen seiner Regierung schwere Vergehen vor.
Quelle: www.zeit.de



