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Kokainkonsum bei jungen Erwachsenen in Deutschland stark gestiegen

Fast jeder fünfte junge Erwachsene in Deutschland hat bereits Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Wie aus der Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hervorgeht, ist der Kokainkonsum unter 18- bis 25-Jährigen besonders stark angestiegen.

Kokainkonsum bei jungen Erwachsenen in Deutschland stark gestiegen
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Im vergangenen Jahr gaben 4,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, Kokain konsumiert zu haben – 2015 waren es noch 1,2 Prozent. Das geht aus der aktuellen Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hervor. Besonders betroffen sind junge Männer: 5,7 Prozent von ihnen konsumierten Kokain, bei den Frauen waren es 2,4 Prozent.

Hendrik Streeck, Bundesbeauftragter für Sucht- und Drogenfragen, nannte den Anstieg alarmierend. „Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge“, wird der CDU-Politiker in einer Mitteilung des Instituts zitiert. Das sei eine gefährliche Täuschung: „Aus ärztlicher Sicht ist eindeutig: Kokain kann schnell abhängig machen und schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche verursachen.“

Für die repräsentative Befragung wurden von April bis Juli 2025 insgesamt 7001 Personen im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. 18,7 Prozent der 18- bis 25-Jährigen haben laut Studie bereits Erfahrung mit einer illegalen Droge – besonders verbreitet sind Lachgas, Ecstasy, Kokain und Amphetamin. Bei den 12- bis 17-Jährigen blieb der Konsum dagegen auf niedrigem Niveau: Nur 2,5 Prozent von ihnen hatten schon einmal eine illegale Droge probiert.

Quelle: www.spiegel.de