Wie die Robert Bosch Stiftung in ihrem Deutschen Schulbarometer 2026 mitteilt, ist der Anteil der Lehrkräfte, die das Schülerverhalten als größte Herausforderung sehen, von 35 Prozent im Jahr 2024 auf 46 Prozent gestiegen. Besonders betroffen sind Lehrer an Haupt-, Real- und Gesamtschulen (55 Prozent) sowie an beruflichen Schulen (53 Prozent).
Konkret berichten 25 Prozent der Befragten von problematischem Sozialverhalten, 13 Prozent von mangelnder Motivation und fehlendem Lernwillen. Psychische Probleme nennen sieben Prozent, Aggressivität, Gewalt und Mobbing jeweils fünf Prozent.
Erstmals fragte die Stiftung auch nach dem Umgang mit politischer Meinung im Unterricht. 18 Prozent der Lehrkräfte fühlen sich durch ein vermeintliches Neutralitätsgebot verunsichert. Im Osten Deutschlands ist die Verunsicherung mit knapp zehn Prozentpunkten höher als im Westen. Die Studienautoren betonen, dass Lehrkräfte keineswegs verpflichtet seien, ihre Meinung zu verschweigen oder verfassungsfeindliche Äußerungen als legitim anzuerkennen.
82 Prozent der befragten Lehrkräfte wollen sich entsprechend weiterbilden, doch mehr als ein Drittel fühlt sich dabei auf sich alleine gestellt. Studienverantwortliche Katharina Thoren fordert multiprofessionelle Teams an Schulen. Für das Schulbarometer wurden im November und Dezember 2025 insgesamt 1.547 Lehrkräfte befragt.
Quelle: www.zeit.de



