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Philippe Sands erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Philippe Sands erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Bild: img.zeit.de

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ehrt den Juristen für sein literarisches und menschenrechtliches Engagement. Sands setze sich „für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein“, sagte Börsenvereins-Vorsteher Sebastian Guggolz. Der Nachkomme von Holocaustüberlebenden verbinde persönliche Lebensgeschichten mit den großen Fragen des Völkerrechts.

Sands arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und ist Professor für Internationales Recht am University College London. Seine literarischen Werke wie „Rückkehr nach Lemberg“ (2018) basieren auf Verfahren, die er als Anwalt begleitet hat, und thematisieren unter anderem die Verfolgung jüdischer Menschen während der deutschen Besatzung. Der Stiftungsrat lobte seine „erzählerische Brillanz“ und „historische Tiefe“.

Die Preisverleihung findet traditionell am letzten Tag der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche statt. Der Friedenspreis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird seit 1950 an Persönlichkeiten verliehen, die zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben. Im vergangenen Jahr erhielt der Historiker Karl Schlögel die Auszeichnung.

Quelle: www.zeit.de