Das ifo-Institut warnt vor einem deutlichen Stellenabbau in Deutschland. Das Beschäftigungsbarometer sank im Juni um 1,6 auf 92,3 Zähler, wie die Münchner Wirtschaftsforscher mitteilten. Das ist einer der schwächsten Werte seit der Corona-Krise. „Der Arbeitsmarkt bleibt schwach“, sagte ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt.“
Besonders betroffen sind Industrie und Handel. In beiden Branchen überwiegt der Anteil der Unternehmen, die Jobs abbauen wollen, den Anteil derjenigen mit Aufbauplänen um jeweils rund 18 Prozentpunkte. Auch bei den Dienstleistern hat sich die Lage eingetrübt: Dort überwiegen die Abbaupläne die Aufbaupläne nun um 4,9 Prozentpunkte – vor einem Monat gab es noch einen leichten Überschuss an Aufbauplänen. Besonders schwierig bleibt die Situation bei Leiharbeitsfirmen und im Tourismus.
Im Baugewerbe sind laut ifo kaum Veränderungen geplant; die Unternehmen wollen ihren Personalbestand weitgehend konstant halten. Dabei hatte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zuletzt verbessert: Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni auf 85,6 Punkte, nach 85,0 Zählern im Mai.
Quelle: www.zeit.de



