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Perso, Kindergeld und mehr: Behördenwege sollen einfacher werden

Die Bundesregierung und die Länder haben 60 Maßnahmen zur Staatsmodernisierung vereinbart, die viele Behördengänge überflüssig machen sollen. Wie die dpa berichtet, sollen unter anderem der Personalausweis digital beantragt und das Kindergeld künftig ohne Antrag ausgezahlt werden.

Perso, Kindergeld und mehr: Behördenwege sollen einfacher werden
Bild: abendzeitung-muenchen.de

Wer einen neuen Personalausweis braucht, soll den Antrag künftig digital stellen können und nur noch für die biometrischen Daten ins Bürgeramt kommen müssen. Die Abholung entfällt: Der Ausweis wird nach Hause gesandt. Möglich macht das ein bundesweites Pass- und Ausweisregister, das rund 6.000 Kommunen und Auslandsvertretungen von der Registerführung befreit. Menschen über 70 Jahre können ihren Ausweis zudem bald über die reguläre Gültigkeit von zehn Jahren hinaus unbegrenzt weiterverwenden.

Auch das Kindergeld soll einfacher werden: Ab März 2027 wird es für Eltern, die bereits ein Kind haben, voraussichtlich ohne Antrag ausgezahlt – ab November 2027 auch für frischgebackene Eltern. Derzeit beträgt das Kindergeld 259 Euro pro Monat und Kind. Für das Elterngeld soll eine zentrale technische Infrastruktur die Bearbeitung beschleunigen. Die Gesetzesänderungen für den Personalausweis und den Reisepass hat das Bundeskabinett im Mai beschlossen, sie müssen aber noch Bundestag und Bundesrat passieren.

Eine Deutschland-App soll ab 2027 rund um die Uhr helfen, staatliche Leistungen zu finden und Anträge zu stellen – auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Ein Prototyp läuft bereits. Ebenfalls ab 2027 ist eine digitale Brieftasche (Wallet) geplant, in der persönliche Nachweise wie der Personalausweis, der Führerschein oder Zeugnisse als „digitale Zwillinge“ hinterlegt werden können. Die Wallet ist freiwillig. Der digitale Fahrzeugschein per App i-Kfz wird bereits gut angenommen: Allein im ersten Monat nach dem Start Ende 2025 wurde die App mehr als eine Million Mal heruntergeladen.

Quelle: Stadt München