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SBU-Offizier wegen Spionage für Russland zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein hochrangiger Offizier des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) ist wegen Landesverrats zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Wie die SBU mitteilte, handelt es sich um den bisher ranghöchsten SBU-Mitarbeiter, der seit Beginn der russischen Vollinvasion wegen Spionage überführt wurde.

SBU-Offizier wegen Spionage für Russland zu lebenslanger Haft verurteilt
Bild: ichef.bbci.co.uk

Der ehemalige Leiter des Stabs des Anti-Terror-Zentrums der SBU, Oberst Dmytro Kosjura, wurde vom Schewtschenko-Bezirksgericht in Kiew zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Anklage lautete auf Hochverrat und Spionage für Russland während des Krieges. Es ist die höchste Strafe, die gegen einen SBU-Angehörigen seit Beginn der groß angelegten Invasion verhängt wurde.

Kosjura wurde im Februar 2025 im Rahmen einer Spezialoperation mit dem Codenamen „Ratte“ festgenommen. Die Festnahme erfolgte persönlich durch den damaligen SBU-Chef Wassyl Maljuk. Laut SBU hatte der Offizier seit 2014 für den Dienst gearbeitet und ab 2019 die Anti-Terror-Abteilung geleitet. Russische Geheimdienste hätten ihn zunächst ruhen lassen, bevor sie 2024 den Kontakt wieder aufnahmen.

Die Ermittler werfen Kosjura vor, geheime Informationen über ukrainische Waffensysteme, kritische Infrastruktur, die Folgen russischer Angriffe sowie personenbezogene Daten der ukrainischen Führung an den russischen Geheimdienst FSB weitergegeben zu haben. Insgesamt wurden 14 Episoden seiner Spionagetätigkeit dokumentiert. Maljuk erklärte damals, die SBU habe die Kommunikation des Verräters überwacht und zeitweise gezielt Desinformation an die Russen weitergeleitet.

Quelle: www.bbc.com