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Bayreuther Festspiele setzen Holocaust-Gedenkveranstaltung wieder an

Die Bayreuther Festspiele haben eine geplante Gedenkveranstaltung mit dem jüdischen Michel Friedman nach heftiger Kritik wieder eingesetzt. Wie die Deutsche Welle berichtet, war das Konzert „Verstummte Stimmen“ zunächst aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

Bayreuther Festspiele setzen Holocaust-Gedenkveranstaltung wieder an
Bild: static.dw.com

Das Konzert „Verstummte Stimmen“ soll am 26. Juli vor der Premiere von Wagners Oper „Rienzi“ stattfinden. Aufgeführt werden Werke von Richard Wagner, Gustav Mahler und dem jüdischen Pavel Haas, der im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Die Erlöse sind für Stipendien israelischer Musiker bestimmt.

Heinz-Dieter Sense hatte die Absage mit Sicherheitsbedenken begründet: Die Behörden hätten zwei Hochsicherheitseinsätze am selben Tag nicht stemmen können. Sowohl das Polizeipräsidium Oberfranken als auch die Stadt Bayreuth erklärten jedoch, nicht in die Planung eingebunden gewesen zu sein. Friedman selbst zweifelte die offizielle Begründung an und sprach von einer „Fata Morgana“.

Katharina Wagner entschuldigte sich persönlich bei Friedman, der die Entschuldigung annahm. „Wenn jemand auf einen zukommt, sollte man mitgehen“, sagte Friedman. Er halte Wagners Worte des Bedauerns für aufrichtig und glaubwürdig.

Quelle: www.dw.com