Die marokkanische Regierung hat angekündigt, dass das Land am 20. September zur Greenwich Mean Time (GMT) zurückkehren wird. Diese Entscheidung erfolgt als Reaktion auf eine Petition, in der mehr als 300.000 Menschen einen ’sozialen Jetlag‘ beklagten.
Der scheidende Regierungschef Aziz Akhannouch erklärte, dass die Sommerzeit (GMT + eine Stunde) abgeschafft wird, um den Forderungen der Bürger nachzukommen. Die Umstellung erfolgt drei Tage vor der Parlamentswahl am 23. September, was einige Beobachter zu der Annahme veranlasst, dass populistische Motive eine Rolle spielen könnten.
Die Sommerzeit wurde in Marokko 2018 eingeführt, um die Zeit näher an wichtige Handelspartner wie Spanien und Frankreich zu bringen. Unterstützer der Petition argumentieren, dass die ständige Zeitverschiebung nicht der geographischen Lage des Landes entspricht und oft zu einem ’sozialen Jetlag‘ führt.
Quelle: www.faz.net



