Der Ifo-Indikator für die Preiserwartungen fiel im Juni von 30,0 auf 26,4 Punkte. Das bedeutet, dass weniger Firmen planen, ihre Preise zu erhöhen. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sieht darin ein Signal, dass die große Welle der Preiserhöhungen durch sein könnte – abgesehen vom Ende des Tankrabatts im Juli.
Besonders deutlich sanken die Preiserwartungen bei energieintensiven Unternehmen: Der Wert fiel von 41,2 auf 30,2 Punkte. Auch bei Lebensmittelherstellern gab es eine Entspannung, der Indikator ging von 19,6 auf 12,7 Punkte zurück. Im Lebensmitteleinzelhandel blieb der Preisdruck mit 48,5 Punkten aber weiterhin hoch.
Wollmershäuser warnte vor voreiliger Entwarnung: Die Produzenten- und Verbraucherpreise dürften in den kommenden Monaten weiter steigen. Die Preiserwartungen lägen weiterhin erheblich über dem Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 von 18,3 Punkten. Der Index basiert auf einer Ifo-Befragung und setzt den Anteil preiserhöhender Unternehmen ins Verhältnis zu denen, die Preise senken wollen.
Quelle: www.tagesspiegel.de



