Mi., 01 Juli 2026 Kyjiw 11:26Berlin 10:26London 09:26 UKR / DE / EN

Mensch und Hund: Weltweit erstaunliche Gemeinsamkeiten

Eine internationale Studie zeigt: Die enge Bindung zwischen Mensch und Hund ist kein westliches Phänomen, sondern universell. Forscher der Universität Jena und des Max-Planck-Instituts fanden in fünf Kulturen weltweit verblüffende Parallelen.

Mensch und Hund: Weltweit erstaunliche Gemeinsamkeiten
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Ein Team der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersuchte die Beziehung zwischen Hundehaltern und ihren Tieren in fünf kulturell unterschiedlichen Regionen: Deutschland, Madagaskar, der Mongolei, Peru und dem südpazifischen Inselstaat Vanuatu. In allen fünf Regionen zeigten sich „erstaunliche Gemeinsamkeiten“, so die Forscher im Fachmagazin Scientific Reports.

Die Hunde verstanden menschliche Zeigegesten, kommunizierten aktiv mit ihren Besitzern und suchten in unsicheren Situationen Orientierung bei ihnen. „Wir hatten erwartet, deutliche kulturelle Unterschiede zu finden, konnten aber feststellen, dass die Hund-Mensch-Beziehung weltweit erstaunlich universell ist“, sagte die Kognitionspsychologin Juliane Bräuer von der Universität Jena. Die Studie konzentrierte sich auf Jagdhunde, da hier die Kooperation besonders eng ist.

Auch die Menschen beschrieben ihre Hunde als verlässliche Partner und gaben fast alle an, dass ihr Leben durch den Hund schöner sei. Die Forscher sehen darin einen Hinweis, dass die enge Bindung tief in der Evolutionsgeschichte verankert ist – bereits vor rund 30.000 Jahren könnten Mensch und Hund voneinander profitiert haben.

Quelle: www.spiegel.de