Mo., 06 Juli 2026 Kyjiw 12:27Berlin 11:27London 10:27 UKR / DE / EN

40 Prozent der Beschäftigten zweifeln am Durchhalten bis zur Rente

Laut einer DGB-Erhebung glauben 40 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland nicht, ihren Job bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter ausüben zu können. Besonders pessimistisch sind Beschäftigte in Pflege, Handwerk und Bau.

40 Prozent der Beschäftigten zweifeln am Durchhalten bis zur Rente
Bild: Tagesschau

Laut einer DGB-Erhebung glauben 40 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland nicht, ihren Job bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter ausüben zu können. Besonders pessimistisch sind Beschäftigte in Pflege, Handwerk und Bau.

Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe mit Bezug auf den DGB-Index „Gute Arbeit“ berichten, zweifeln 40 Prozent der Beschäftigten daran, bis zur Rente durchhalten zu können. 53 Prozent gehen hingegen davon aus, ihre derzeitige Tätigkeit ohne Einschränkungen bis zum Renteneintritt ausüben zu können. Grundlage der Erhebung ist eine Befragung von rund 28.000 Beschäftigten in den Jahren 2022 bis 2026.

Besonders groß ist die Skepsis in körperlich anstrengenden Berufen: 72 Prozent der Beschäftigten im Bereich Sanitär, Heizung und Klempnerei rechnen nicht damit, bis zum offiziellen Renteneintritt durchzuhalten. In der Krankenpflege sind es 71 Prozent, in der Altenpflege 67 Prozent, im Hochbau 66 Prozent und unter Erzieherinnen und Erziehern 57 Prozent. Als Ursachen nennt die Studie hohe körperliche Belastung, dauerhaften Zeitdruck, starke Lärmbelastung, lange Arbeitszeiten und fehlende betriebliche Gesundheitsförderung.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi bezeichnete das Ergebnis als „bitteren Befund“ und forderte die Regierung auf, die Realitäten bei Rentenentscheidungen nicht zu ignorieren. „Statt die Messlatte beim Renteneintrittsalter immer höher zu legen, braucht es würdige Übergänge in die Rente und gesündere Arbeitsbedingungen“, sagte Fahimi gegenüber den Funke-Medien.

Quelle: Tagesschau