In Teheran wurde ein Totengebet für den im Krieg getöteten Ali Chamenei abgehalten. Der 97-jährige Großajatollah Dschafar Sobhani leitete die Zeremonie, die am zweiten Tag der öffentlichen Trauerfeiern stattfand. Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in der iranischen Hauptstadt ums Leben gekommen. Nach dem Angriff führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde.
Laut der Betriebsgesellschaft der Teheraner Metro wurden seit Beginn der Trauerfeier mehr als sieben Millionen Fahrten registriert. Es bleibt jedoch unklar, ob diese Zahl auch Rückfahrten umfasst. Chameneis Leichnam wird bis Montag in Teheran aufgebahrt, bevor die Zeremonien in der Pilgerstadt Ghom und im Nachbarland Irak fortgesetzt werden. Am Donnerstag soll die Beisetzung in seiner Heimatstadt Maschhad stattfinden. In den iranischen Medien wird spekuliert, ob Chameneis Sohn und designierter Nachfolger Modschtaba bei den Trauerfeiern erstmals öffentlich auftreten wird.
Quelle: Stadt München



