Das Filmfest München hat seinem Ruf als sommerliches Festival alle Ehre gemacht: Zehn Tage lang zeigte das Programm 130 Filme aus 56 Ländern. Rund 95.000 Besucher kamen – 4.000 mehr als im Vorjahr, wie es in einer vorläufigen Bilanz hieß.
Höhepunkt war der Auftritt von David Duchovny, bekannt aus „Akte X“ und „Californication“. Der 65-Jährige erhielt den undotierten CineMerit Award. In seiner Dankesrede richtete er sich gegen US-Präsident Donald Trump und dessen Motto „win, win, win“. „Es sind der Schmerz und der Verlust, die uns vereinen – nicht Erfolg oder große Höhenflüge“, sagte Duchovny. „Lasst uns doch mal verlieren. Lasst uns verlieren, uns gegenseitig umarmen und sagen: Wir sind alle Verlierer.“
Den höchstdotierten Preis, den CineCoPro Award, erhielt das deutsche Koproduktionsteam des Coming-of-Age-Films „Strange River“ des katalanischen Regisseurs Jaume Claret Muxart. Der Film startet am 27. August in den Kinos. Bester internationaler Debütfilm wurde das Familiendrama „A Girl Unknown“ der chinesischen Filmemacherin Jing Zou. Publikum war Helena Hufnagels „Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir“ am beliebtesten.
Duchovny ließen sich auch Pedro Almodóvar, Toni Servillo, Sandra Hüller und Elyas M’Barek blicken. Die ehemalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) besuchte die Eröffnung mit einem Fächer – ein Accessoire, das angesichts der extremen Hitze häufig zu sehen war.
Quelle: www.tagesspiegel.de



