Der farbenfrohe Umzug mit rund hundert Festwagen durch die Kölner Innenstadt zog etwa 60.000 angemeldete Teilnehmende und Hunderttausende Schaulustige an. Der veranstaltende Cologne Pride sprach von einer Demonstration, die „friedlich, aber laut für die Rechte und Anliegen der queeren Community“ eintrat. Das Motto lautete „Für Queerrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!“.
Die Polizei meldete bis zum Nachmittag keine Zwischenfälle. Der Kölner CSD zählt zu den größten seiner Art in Deutschland und Europa. Auch mehrere Politiker nahmen teil, darunter der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Grünenpolitikerin Claudia Roth. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) war erstmals dabei und sagte der dpa: „Wir haben zunehmend Menschen, die den Anspruch erheben, zu bestimmen, wie man leben muss. Und das ist ein Irrtum.“
Claudia Roth betonte, die Demonstration sende ein Signal der Demokratie nach Erfurt zu den Demokratiefeinden, wo zeitgleich der AfD-Parteitag stattfand. Karl Lauterbach warnte, die Rechte queerer Menschen stehe zunehmend unter Druck: „Wenn Rechte abgeschafft werden und die Leute, die es betrifft, sind nicht zu sehen, dann werden wir untergehen.“ Der CSD erinnert an die Ereignisse im Stonewall Inn in New York 1969.
Quelle: www.spiegel.de



