Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die wissenschaftliche Infrastruktur des Landes massiv getroffen. Wie die Kyiv Post in einem Meinungsbeitrag schreibt, wurde unter anderem das historische Palladin-Institut in Kyiv angegriffen. Die Einrichtung ist eines der ältesten Forschungsinstitute der Ukraine und ein Symbol für die wissenschaftliche Tradition des Landes.
Die Schäden sind enorm: Mehr als 10.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden durch den Krieg vertrieben oder getötet. Rund 1400 Forschungsgebäude wurden durch russische Angriffe beschädigt oder zerstört. Die ukrainische Wissenschaftsgemeinschaft verliert damit nicht nur Infrastruktur, sondern auch wertvolles Personal – ein Verlust, der das Land noch lange nach dem Krieg belasten wird.
Trotz der Zerstörung zeigt sich die ukrainische Wissenschaft widerstandsfähig. Forscherinnen und Forscher arbeiten unter schwierigsten Bedingungen weiter, oft in provisorischen Laboren oder aus dem Ausland. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, die ukrainische Wissenschaft nicht nur finanziell, sondern auch durch Kooperationen und Schutzprogramme zu unterstützen.
Der Angriff auf das Palladin-Institut ist kein Einzelfall. Russland greift gezielt zivile Infrastruktur an, darunter auch Bildungseinrichtungen und Forschungszentren. Dies ist Teil einer Strategie, die Ukraine nicht nur militärisch, sondern auch intellektuell zu schwächen. Die ukrainische Wissenschaft braucht dringend Hilfe, um den Krieg zu überstehen und danach wieder aufbauen zu können.
Quelle: www.kyivpost.com



