Wenige Tage vor dem NATO-Gipfel in der Türkei haben die Behörden Razzien in mehreren Provinzen durchgeführt. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, die Polizei habe 39 Menschen festgenommen. Unter ihnen sind Journalisten, Wissenschaftler und Mitglieder linker Gruppierungen.
Die Behörden bezeichneten die Razzien als Teil von Ermittlungen zur Terrorismusbekämpfung. Kritiker erklärten dagegen, das Vorgehen ziele darauf ab, Proteste zu verhindern. Der NATO-Gipfel findet am Dienstag und Mittwoch in der türkischen Hauptstadt Ankara statt. Die Regierung unter Staatschef Recep Tayyip Erdoğan ließ im Vorfeld die Sicherheitsmaßnahmen erheblich verstärken.
Bei einem russischen Raketenangriff auf Kyjiw sind am frühen Montagmorgen nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Laut der städtischen Militärverwaltung trafen Raketen und Drohnen Wohnhäuser und weitere Gebäude. Im historischen Stadtteil Podil wurden vier Gebäude getroffen. In einem teilweise eingestürzten Wohnhaus waren Bewohner zunächst eingeschlossen. Rettungskräfte evakuierten nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko 15 Menschen. Aus dem Gebäude wurden laut Militärverwaltung zudem zwei Leichen geborgen.
Quelle: www.dw.com



