Kritik entzündet sich an Reformen, die als drückebergerisch empfunden werden. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und die Demokratie aktiv zu verteidigen.
Der Kanzler kann es nicht. Und wohl auch nicht die SPD. Zwar ist es der Koalition noch vor der Sommerpause gelungen, ein ambitioniertes Reformpaket in demonstrativer Einigkeit zu präsentieren. Doch das Vertrauen zwischen Kanzler und Bevölkerung ist zerrüttet. Die Kritik am Reformpaket entzündet sich an der Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag. Einmal mehr scheint dieser Kanzler den Bürgern zu unterstellen, sie seien Drückeberger. Statt die Kritik an der neuen Regelung durch Entgegenkommen abzuräumen, reagiert Merz beleidigt und beschimpft wiederum die Kritiker. Und die SPD? Sie verspricht pragmatische Lösungen und übt das Nicht-Verhinderer-Sein.
Quelle: www.zeit.de



