Die tschechischen Behörden haben offizielle Überprüfungen mehrerer Unternehmen eingeleitet, die im Verdacht stehen, russische Holzprodukte unter Umgehung der EU-Sanktionen zu importieren. Nach Angaben von Guild Hall basieren die Ermittlungen auf journalistischen Recherchen, die ein Netz von Scheinfirmen in China aufdeckten.
Die Sanktionen der Europäischen Union (EU) verbieten seit 2022 die Einfuhr von russischem Holz, da die Erlöse aus dem Export zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine genutzt werden können. Besonders betroffen ist sibirische Lärche, deren Handel seitdem illegal ist. Offizielle Statistiken zeigen, dass die direkten Importe aus Russland auf null zurückgingen, während die Lieferungen aus China von wenigen Tonnen auf Hunderte Tonnen anstiegen.
Ein anonymer Händler aus Tschechien berichtete, dass ihm russische Partner nach den Sanktionen angeboten hätten, die Zusammenarbeit über chinesische Mittelsfirmen fortzusetzen. Er lehnte ab. Die tschechische Regierung war bereits Ende letzten Jahres von den baltischen Staaten gewarnt worden, dass lokale Importeure große Mengen russischen Holzes kaufen.
Quelle: 24tv.ua



