Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund der Energiekrise, die durch die drastische Reduzierung russischer Gaslieferungen ausgelöst wurde. Hinzu kommen neue Unsicherheiten durch den Krieg im Iran. Die geplante Reserve soll rund 24 Terawattstunden (TWh) Gas umfassen – das entspricht knapp zehn Prozent der gesamten deutschen Speicherkapazität von etwa 248 TWh, der größten in der Europäischen Union.
Die Befüllung soll nicht sofort, sondern schrittweise über zwei bis drei Jahre erfolgen, um Preissprünge zu vermeiden. Erste Kapazitäten in den Speichern sollen für den Winter 2026/2027 gebucht werden, die eigentliche Einlagerung ist für Sommer 2027 vorgesehen. Die Kosten für den Aufbau des Reservoirs werden über einen speziellen Aufschlag auf den Gaspreis für alle Verbraucher finanziert.
Hintergrund der Maßnahme ist die Verwundbarkeit der deutschen Industrie, die lange auf günstige russische Energie angewiesen war. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zwang Berlin zu einer radikalen Neuausrichtung der Energieversorgung.
Quelle: 24tv.ua



